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Sonntag, 30. Juni 2019, 15:41 Uhr

Von: Frau Holz



Dr. Ulrich Barnickel enthüllte am Freitag, dem 28.6.2019 persönlich seine neueste Skulptur „Anlehnung“, die nun ihren Platz auf dem Schulhof unseres Gymnasiums einnimmt.
Umrahmt von musikalischen Darbietungen und unter dem Beifall aller Anwesenden, darunter der amtierende Schulleiter, Herr Etzhold, und der ehemalige Schulleiter Herr Wundke wurde das Kunstwerk der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Eine sich anlehnende, mannshohe Figur präsentiert sich und lädt zum Nachdenken ein.
Dr. Ulrich Barnickel erklärte die Idee hinter seinem Werk:
„Welche Rolle spielt eine ,Anlehnung‘ in jedermanns persönlichem Leben? Wann und wo bzw. an wen lehnen wir uns an?“ waren die Fragen, die ihn zu seiner Arbeit inspirierten. Als Kind lehnt man sich zunächst an ältere Bezugspersonen wie Eltern, Verwandte oder Lehrer an. Später dann lehnen sich Kinder an einen selbst an. Dr. Barnickel schlug einen Bogen zu seiner eigenen Generation, indem er fragte, wo man sich während des Älterwerdens selbst anlehnen kann. Die Antwort, so Dr. Barnickel, finden wir in den Werten, die uns Halt geben. Wir alle müssen uns fragen, welche Werte für uns wichtig sind, auch mit Blick in die Zukunft.
Mit diesen Worten richtete er sich direkt an die 75 Abiturient*innen des Jahrganges, die kurz vor ihrer feierlichen Zeugnisübergabe dem Festakt beiwohnten.
Das neueste Werk des Künstlers ist eine Schenkung an seine ehemalige Schule, in der er 1973 sein Abitur ablegte, und außerdem die erste Skulptur in seiner Heimatstadt Weimar.
Weltweit sind von ihm an die 100 Arbeiten im öffentlichen Raum zu besichtigen. Zu seinen wohl bekanntesten Werken zählen die 14 monumentalen Skulpturen, die auf 1,4 km Länge den „Weg der Hoffnung“, ein Stück des Todesstreifens der ehemaligen innerdeutschen Grenze zwischen Hessen und Thüringen, säumen.

Die Schulgemeinschaft des Friedrich-Schiller-Gymnasiums bedankt sich sehr herzlich bei ihrem ehemaligen Schüler für das Kunstwerk!

Möge die Figur viele junge und alte Menschen zum Nachdenken anregen!

Und vor allem:

Möge jedes Mitglied unserer Schulgemeinde immer s/eine Möglichkeit zur „Anlehnung“ haben!









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